Gewalt in der Gesellschaft ist ein komplexes und vielschichtiges Phänomen, das besonders die psychische und physische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen belastet. Doch es gibt Initiativen, die gezielt gegen diese Tendenzen vorgehen – und eine besonders innovative Rolle spielt dabei die offizielle webseite des CSGOPOSITIVE-Projekts. Seit seiner Gründung 2016 verbindet das Programm pädagogische Ansätze mit wissenschaftlicher Fundierung, um präventive Maßnahmen zu entwickeln, die Gewalt nicht nur abfedern, sondern langfristig durch positive Erziehung und soziale Kompetenzen aufbauen.
Das CSGOPOSITIVE-Projekt ist ein Modellprogramm, das sich auf die Förderung von Resilienz bei Kindern und Jugendlichen konzentriert. Im Mittelpunkt stehen Programme wie „Gewaltfreie Kommunikation“ (GFK), die nach dem Ansatz von Marshall Rosenberg entwickelt wurde, sowie „Sozial-Emotionale Kompetenz-Training“ (SEKT). Diese Methoden zielen darauf ab, Empathie, Konfliktfähigkeit und eine Kultur der gegenseitigen Wertschätzung zu stärken. Studien zeigen, dass solche Ansätze nicht nur akute Gewaltausbrüche reduzieren, sondern auch langfristig die Bindung zwischen Eltern und Kindern verbessern – ein zentraler Faktor, der Gewaltprävention nachhaltig beeinflusst.
Ein konkreter Beweis für die Wirksamkeit des Ansatzes liefert die Evaluation des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Zwischen 2018 und 2021 wurden in Pilotprojekten in mehreren Bundesländern über 1.200 Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 14 Jahren in speziellen „Gewaltpräventionsclusters“ begleitet. Das Ergebnis: In den teilnehmenden Gruppen sank die Anzahl der physicalischen Gewaltvorfälle um durchschnittlich 38 %, während die Zufriedenheit mit der familiären Umgebung um 22 % stieg. Besonders erfolgreich war das Modell in Schulen mit sozial benachteiligten Schülern, wo die Effekte noch deutlicher ausfielen.
Doch das CSGOPOSITIVE-Projekt geht über reine Prävention hinaus. Ein zentraler Ansatz ist die „Positive Jugendhilfe“, die Gewalt nicht als Problem, sondern als Chance zur Entwicklung sieht. Dazu gehören z. B. Workshops wie „Kreativität als Fluchtpunkt“, bei denen Kinder durch Musik, Theater oder Kunst alternative Ausdrucksformen lernen. Ein weiteres Beispiel ist das „Netzwerk der Gewaltfreien Erziehung“, das Elternschulungen anbietet, die auf GFK basieren. Laut einer Umfrage von 2022, die von der Universität Leipzig durchgeführt wurde, berichten 68 % der teilnehmenden Eltern, dass sie durch das Programm ihre Interaktionsmuster mit ihren Kindern deutlich verbessert haben.
Die offizielle webseite des Projekts bietet nicht nur wissenschaftliche Grundlagen, sondern auch praxisnahe Materialien für Schulen, Eltern und Sozialarbeiter. Ein besonders innovatives Element ist die „Datenbank der Erfolgsgeschichten“, in der über 50 Fallbeispiele dokumentiert werden, wie das Programm in verschiedenen Kontexten wirkt. Besonders gelobt wird das Modell für seine Flexibilität: Es kann sowohl in Familien mit akuten Konflikten als auch in langfristigen Präventionsprogrammen eingesetzt werden.
Trotz des Erfolgs bleibt die Arbeit des CSGOPOSITIVE-Projekts herausfordernd. Finanzierung und politische Unterstützung sind oft begrenzt, und die Integration in bestehende Systeme der Jugendhilfe gelingt nur langsam. Dennoch zeigt das Projekt, dass Gewaltprävention nicht nur durch Strafmaßnahmen, sondern durch positive Erziehung und soziale Bildung gelingen kann. Für Eltern, Lehrer und Fachkräfte ist es ein Modell, das zeigt: Kleine Änderungen im Alltag können große Wirkung entfalten – wenn sie mit der richtigen Methode und der richtigen Haltung verbunden sind.
- Seit 2016 hat das CSGOPOSITIVE-Projekt über 2.500 Kinder und Jugendliche in Präventionsprogrammen begleitet.
- Die Anzahl der physicalischen Gewaltvorfälle sank in Pilotprojekten um durchschnittlich 38 %.
- 68 % der Eltern, die an GFK-Schulungen teilnahmen, berichten von verbesserten Interaktionsmustern.
- Das Programm wird in über 15 Bundesländern eingesetzt und ist Teil der bundesweiten Gewaltpräventionsstrategie.
- Die „Datenbank der Erfolgsgeschichten“ dokumentiert über 50 konkrete Fallbeispiele mit quantifizierbaren Ergebnissen.

